Geschrieben für Deutsche, die ihre erste Reise in die USA planen

Die USA – Wesentliches für Urlaub bis Auswanderung

Bevor das Thema „kulturelle Unterschiede“ überhaupt zur Sprache kommt, darf man vorausschicken: Im Vergleich zu Deutschland sind die USA um Einiges größer.

Um eine Vorstellung zu bekommen: Von der Größe her lässt sich Deutschland in etwa mit Florida vergleichen – und das ist nur einer der insgesamt 50 Bundesstaaten der „United States of America“.

Warum ich das vorausschicke? Um zu verdeutlichen, dass man vorsichtig mit allzu pauschalen Aussagen sein sollte, was die Unterschiede zwischen Deutschland und den USA betrifft. 🙂

Es gibt allerdings Informationen (und einige ganz objektive Unterschiede bzw. Fakten), die zu kennen wichtig oder zumindest hilfreich sein könnte, wenn man vorhat, längere Zeit in den USA zuzubringen oder sogar dorthin auszuwandern.

Sprache und Zweitsprachen

Die verbreitetste Sprache in den USA ist selbstverständlich Englisch – genauer gesagt Amerikanisches Englisch, welches sich in einigen Punkten der Rechtschreibung, der Aussprache und des Vokabulars vom Britischen Englisch unterscheidet.

Trotzdem gibt es je nach Bundesstaat durchaus noch weitere Sprachen, die im kulturellen und beruflichen Alltag eine Rolle spielen können.

In Bezug auf europäische Sprachen sind das Spanisch und Französisch (beides Sprachen, die an vielen weiterführenden Schulen in Deutschland ebenfalls unterrichtet werden). Dies hat mit der geografischen Lage, der Bevölkerungszusammensetzung und dem historischen Hintergrund der jeweiligen Bundesstaaten zu tun.

So findet man in Kalifornien, Arizona, New Mexico und Texas – alles Staaten, die an Mexico angrenzen – und in Florida, das nicht weit entfernt vom Spanisch sprechenden Kuba entfernt liegt, häufig die spanische Sprache.

Das Französische ist dagegen überwiegend in den Staaten von New England (speziell Maine, New Hampshire und Vermont) anzufinden. Hierbei dürfte die Nähe zu Kanada eine maßgebliche Rolle spielen.

Im Süden ist es der Bundesstaat Louisiana, in welchem die französische Sprache neben dem Englischen eine prominente Rolle spielt. Der Grund hierfür ist in der Kolonialzeit zu suchen. Von 1534–1763 war das Gebiet von Louisiana als Teil von „Neu-Frankreich“ französische Kolonie.

Auch wenn Millionen von US-Amerikanern von deutschen Einwanderern abstammen, ist der Gebrauch der deutschen Sprache im Alltagsleben im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts drastisch zurückgegangen und wird hauptsächlich noch als Dialekt in einigen Glaubensgemeinschaften praktiziert.

Deutsch drittbeliebteste Fremdsprache

In Bezug auf den Fremdsprachenunterricht an amerikanischen High Schools und Colleges ist Deutsch allerdings sehr beliebt und gilt nach Spanisch und Französisch als drittbeliebteste Fremdsprache.

Weiter recherchieren:

Zeit und weitere Maßeinheiten

Zeitzonen

Auf dem nordamerikanischen Festland gibt es vier unterschiedliche Zeitzonen, die sich nach der geografischen Lage des jeweiligen Bundesstaats richten.

  • Eastern Standard Time (EST)

    6 Stunden hinter der MEZ in Deutschland zurück liegt. Beispiel: Am 1. Mai um 23 Uhr abends in Florida ist es in Deutschland bereits der 2. Mai, 5 Uhr morgens.

  • Central Standard Time (CST)

    Mit einem Zeitunterschied von -7 Stunden zur MEZ. Die MEZ ist der CST also 7 Stunden voraus.

  • Mountain Standard Time (MST)

    Mit einem Zeitunterschied von -8 Stunden zur MEZ. Die MEZ ist der CST also 8 Stunden voraus.

  • Pacific Standard Time (PST)

    mit einem Zeitunterschied von -9 Stunden zur MEZ. Die MEZ ist der CST also 9 Stunden voraus.

Je nach Jahreszeit finden Sie manchmal auch die Abkürzung „DST“. Diese steht für „Daylight Savings Time“ und ist die US-Variante der deutschen „Sommerzeit“, wobei der Zeitraum sich allerdings geringfügig vom Zeitraum der „Sommerzeit“ unterscheidet.

Deutsche telefonieren abends mit Amerikanern und Amerikaner vormittags, damit beide mit einander sprechen können.

Format der Uhrzeit

Das amerikanische Uhrzeitformat unterscheidet sich vom deutschen dadurch, dass es nicht mit den Stundenangaben 0 bis 23 arbeitet, sondern lediglich mit den Stundenangaben 1 bis 12 (in Ausnahmefällen auch 0 bis 12), wobei der Zusatz „am“ oder „pm“ anzeigt, ob es sich um die erste oder die zweite Tageshälfte handelt.

Der Zusatz „a.m.“ (in anderen Schreibweisen auch am, AM oder A.M.) ist die Abkürzung für „ante meridiem“ – Latein für „vor dem Mittag“. Entsprechend dazu bedeutet „p.m.“ (oder pm, PM, P.M.) „post meridiem“, übersetzt „nach dem Mittag“.

10:30 Uhr wären demnach 10:30 a.m.

22:30 Uhr aber 10:30 p.m.

Vom Sprachgebrauch her wird die Abkürzung mitgesprochen, abgesehen von Mittag und Mitternacht, die als „Noon“ bzw. „Midnight“ bezeichnet werden.

In Einzelfällen, wenn es beispielsweise wichtig ist, Missverständnisse bezüglich der Uhrzeit zu vermeiden, wird anstatt 12:00 p.m. gegebenenfalls auch 00:00 wie im Deutschen verwendet. Auch im englischsprachigen Militärgebrauch wird das 24-Stunden-Format gebraucht.

Datumsformat

Während sowohl die Deutschen als auch die Amerikaner denselben Kalender benutzen, kann es doch zu Missverständnissen kommen, was das Datumsformat betrifft, denn die Reihenfolge der Nennung von Tag/Monat/Jahr lautet normalerweise in den USA (in geschriebener Form) anders, nämlich Monat/Tag/Jahr, und das sowohl in ausgeschriebener als auch in abgekürzter Form.

Geschrieben wird für den 2. Januar 2016 in den USA: January 2, 2016 und 01/02/2016 oder 01/02/16, oder ggf. 2016-01-02.

Ausnahmen gibt es hierbei zwar auch, doch mehrheitlich ist es ratsam, sich für einen längeren Aufenthalt in den USA auf diese Schreibweisen einzustellen – und im Zweifelsfall ganz einfach nachzufragen.

Temperaturangabe: Celsius und Fahrenheit

Im Gegensatz zu Deutschland verwendet man in den USA nicht das Celsius- (°C), sondern das Fahrenheit-System (°F), was anfangs etwas verwirrend wirken kann.

Um eine Idee von den Unterschieden zu bekommen, lohnt es sich, im Kopf zu behalten, dass der Gefrierpunkt (von Wasser), 0°C, 32°F entsprechen.

Der Siedepunkt von Wasser liegt dagegen bei 100°C bzw. 212°F. Eine hochsommerliche Temperatur von beispielsweise 30°C entspricht 86°F.

Im Internet finden sich einfache Umrechner für Werte von Celsius in Fahrenheit oder umgekehrt: Frag‘ Google.

Maße, Gewichte und Volumen

Das amerikanische bzw. angloamerikanische Maßsystem unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem in Deutschland verwendeten metrischen System (also für Längenmaße Kilometer, Meter, Zentimeter, Millimeter usw.)

Für Gewichts- und Volumen- bzw. Angaben für die Menge von Flüssigkeiten unterscheiden sich die Messeinheiten in den USA deutlich von denen im deutschsprachigen Raum, was selbst nach einer gewissen Eingewöhnungszeit noch immer für Verwirrung bei Einwanderern sorgen kann.

Hier geben wir einen kurzen Überblick über die gebräuchlichsten Messeinheiten und ihre entsprechenden „Gegenwerte“:

Länge:

Mile (mile): 1 mile = 1.760 yd = 1,609 km
Yard (abgekürzt yd): 1 yard = 3 ft = 0,9144 m
Foot (abgekürzt ft oder ′): 1 foot = 12 in = 30,48 cm
Inch (abgekürzt in oder ″): 1 inch = 25,4 mm

Gewicht:

Pound (abgekürzt lb): 1 lb = 0,4536 kg
Ounce (abgekürzt oz): 1 oz = 0,0625 lb = 0,0283 kg

Flüssigkeiten:

Gallon (abgekürzt gal): 1 gal = 3,785 l
Quart (abgekürzt qt): 1 qt = 946,4 ml
Fluid ounce (abgekürzt fl.oz.): 1 fl.oz. = 29,57 ml

Wenn es um die Frage des einfachen Umrechnens in amerikanische Maßeinheiten geht, ist man als Verbraucher glücklicherweise nicht auf den Taschenrechner und mathematische Formeln angewiesen. Stattdessen bietet das Internet eine Vielzahl von Umrechnungshilfen, bei denen man die umzurechnenden Wert einfach eingeben und die gewünschte Maßeinheit auswählen kann.

In der Küche gebräuchlich für Flüssigkeiten und feste Zutaten wie Zucker, Mehl usw.:

Cup (cup): 1 cup = 240 ml (US legal cup, z.B. für Nährwertangaben) bis 250 ml (US customary cup)

Die Umrechnung in Bezug auf das Gewicht richtet sich nach dem entsprechenden Inhalt und seiner physikalischen Dichte. Während 1 cup Tafelsalz ca. 300 g wiegt, wiegt 1 cup Zucker ca. 200 g

Tablespoon (abgekürzt Tbsp. oder tbsp.): 1 Tbsp. = 3 tsp.
Teaspoon (abgekürzt tsp.)

Während es sich bei einem Tablespoon übersetzt um einen Esslöffel und bei einem Teaspoon um einen Teelöffel handelt, geht es hier wohlgemerkt nicht um das normale Besteck, sondern um spezielle Maßeinheiten.

Für akkurates Messen (beispielsweise bei Koch- oder Backrezepten) empfiehlt es sich also, entsprechende in den USA übliche Messlöffel zu verwenden. Dasselbe gilt für die Messweise mit „Cups“ (also übersetzt „Tassen“). Auch hierfür gibt es im Bereich Haushaltswaren entsprechende Messbehälter, beispielsweise in den Abstufungen 1 cup, ½ cup, ¼ cup usw.

Währung: Der US-Dollar

Die Währung der USA ist natürlich der US-Dollar (abgekürzt USD, US$ oder $), wobei 1 USD in 100 US-Cents unterteilt werden kann. Umgangssprachlich wird er auch als „buck“ bezeichnet.

1 US-Cent = 0,01 USD

Es gibt sowohl Banknoten in unterschiedlichen Werten als auch Münzen, die regulär im Umlauf sind:

Banknoten/USD: 1, 5, 10, 20, 50, 100 (selten: 2)
Münzen/US-Cent: 1 (auch als „penny“ bezeichnet), 5 („nickel“), 10 („dime“), 25 („quarter“) (selten: 50, 1 USD)

http://www.usmint.gov/
(http://www.federalreserve.gov/consumerinfo/default.htm )

Zahlen: Tausender-Trennzeichen und Dezimalzahlen

Ein wichtiger Punkt, den man in den USA dringend beachten sollte, ist der Unterschied in der Benutzung von Punkten und Kommata, wenn es um den Umgang mit Zahlen geht.

Das zeigt sich beispielsweise bei Preisetiketten: Während man in Deutschland als Trennzeichen für Tausender einen Punkt und bei Dezimalzahlen ein Komma verwendet, ist es in den USA genau umgekehrt.

Ein Wert in Höhe von beispielsweise 1.300,20 würde in den USA so aussehen: 1,300.20

Ein Unterschied, der nicht nur beim Studieren von Preisetiketten eine Rolle spielen dürfte!

Einkaufen in den USA

Öffnungszeiten

Jemand, der nur die Laden-Öffnungszeiten in Deutschland gewohnt ist, findet in den USA eine gänzlich andere Situation vor:

Hier sind die Ladenöffnungs- und –schlusszeiten nicht gesetzlich geregelt, und das führt vielerorts zu sehr langen Öffnungszeiten bis spät in den Abend, auch an Sonntagen und vielen Feiertagen.

Zumindest in den größeren Städten findet man häufig Geschäfte, die sogar nachts geöffnet haben und nur an wenigen Feiertagen geschlossen sind. Das gilt speziell für große Supermarktketten.

Preise

Gerade bei einem begrenzten Budget gilt es beim Einkaufen in den USA einen Punkt besonders zu beachten, damit es an der Kasse keine unangenehme Überraschung gibt:

Die jeweiligen Preisetiketten zeigen nämlich die NETTO-Preise an, zu denen je nach Warenart und Bundesstaat nochmals die Sales Tax in unterschiedlicher Höhe hinzugerechnet werden muss.

Coupons

Rabatt-Coupons sind eine gute Methode, um beim Einkaufen (von Lebensmitteln bis hin zu Medikamenten) und teilweise auch bei Dienstleistungen Geld zu sparen, und sie sind in den USA wesentlich weiter verbreitet, als es in Deutschland der Fall ist.

Man bekommt sie aus unterschiedlichen Quellen: Sie liegen den Prospekten von Supermärkten oder kostenlosen Zeitungen bei. Sie landen im Heftformat direkt im Briefkasten. Manchmal befinden Sie sich sogar direkt an den Verpackungen von Waren.

Und: Man findet Sie im Internet, manchmal auf den Webseiten der Hersteller, manchmal auf solchen Internetseiten, die sich auf Coupons spezialisiert haben.

Beliebt bei Schnäppchenjägern sind auch so genannte „BOGO“-Angebote, wobei BOGO für „Buy one, get one free!“, also sinngemäß: „Zwei Artikel zum Preis von einem“.

Medikamente

Wie in Deutschland wird auch in den USA zwischen verschreibungspflichtigen und nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten unterschieden, und auch in den USA bekommt man die verschreibungspflichtigen Medikamente in der Apotheke (Pharmacy).

(Übrigens lohnt sich hier vorab ein Preisvergleich im Internet, denn die Preise für Medikamente können bei unterschiedlichen Anbietern durchaus variieren.)

Ein großer Unterschied im Vergleich zu Deutschland ist aber der Umstand, dass man die nicht verschreibungspflichtigen Medikamente außerhalb der Apotheke kaufen kann, und zwar nicht nur in den so genannten „Drugstores“, die in der Regel eine separate Pharmacy-Abteilung beinhalten und manchmal sogar eine „Walk-In Clinic“.

Man bekommt in der Regel die nicht verschreibungspflichtigen Medikamente auch im Supermarkt.

(Waffen)

Einige große Supermärkte gehen sogar so weit, Schusswaffen im Angebot zu haben, da auch die US-amerikanischen Waffengesetze (sowie die Einstellung vieler US-Bürger zu diesem Thema) sich stark von der Gesetzeslage in Deutschland unterscheiden – aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Der Verkauf von alkoholischen Getränken

So wie bei vielen anderen Bestimmungen und Gesetzen richtet sich die Gesetzeslage in Sachen Alkohol nach dem jeweiligen Bundesstaat. Pauschale Aussagen sind daher nur schwer zu treffen, und man sollte sich im Zweifelsfall rechtzeitig mit den Bestimmungen am jeweiligen Aufenthaltsort vertraut machen.

Eine erste Übersicht – auch was die Unterschiede in den jeweiligen Staaten betrifft – bietet die folgende englischsprachige Übersicht der Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Alcohol_laws_of_the_United_States

Ein paar grundsätzliche Aussagen lassen sich allerdings trotzdem hierzu treffen:

  • Man findet überwiegend die Regelung, dass der Verkauf an alkoholischen Getränken an Personen unter 21 Jahren gesetzlich verboten ist.

    Dies gilt dann meist auch für den Alkoholkonsum, wobei hier in einigen Bundesstaaten bestimmte Ausnahmen gesetzlich geregelt sind.

  • Die Geschäfte, die zum Verkauf von Alkohol autorisiert sind, müssen sich im Zweifelsfall von der Volljährigkeit des/der jeweiligen Kunden/Kundin durch Vorlage des Führerscheins (oder eines alternativ anerkannten Ausweisdokumentes) überzeugen.

    Daher findet man in vielen Geschäfte inzwischen den Hinweis, dass von den Kunden beim Kauf von alkoholischen Getränken sicherheitshalber die Vorlage des Ausweises verlangt wird, wenn diese nicht eindeutig älter als 40 Jahre aussehen.

    (Umgangssprachlich wird dies häufig als „getting carded“ bezeichnet.)

  • Je nach Bundesstaat dürfen Spirituosen (und teilweise gilt dies auch für Wein) nicht im Supermarkt verkauft werden, sondern nur in entsprechenden „Liquor Stores“.

  • Je nach Bundesstaat ist der Verkauf von alkoholischen Getränken auf bestimmte Tages- bzw. Nachtzeiten beschränkt bzw. an Sonntagen und/oder bestimmten Feiertagen nicht gestattet.

  • Je nach Bundesstaat sind offene Alkoholbehälter bzw. der Konsum von alkoholischen Getränken in öffentlichen Plätzen nicht gestattet (das so genannte „Open Container Law“).

Zahlungsmöglichkeiten

Kreditkarten sind in den USA sehr viel weiter verbreitet als in Deutschland. Tatsächlich wird man in den meisten Geschäften mir Kreditkarte zahlen können, sogar für Kleinbeträge.

Alternativ gibt es meist die Möglichkeit, den zu zahlenden Betrag mittels „Debit Card“ vom Bankkonto abbuchen zu lassen – und mit Bargeld zahlen kann man natürlich auch.

Die in Deutschland inzwischen weitgehend unübliche Methode des Zahlens mit Scheck findet in den USA nach wie vor Anwendung. Ebenso werden viele Rechnungen nicht durch Banküberweisung, sondern durch Übersendung eines Schecks auf dem Postweg beglichen.

Auch Gehälter werden abhängig vom Arbeitgeber nicht zwangsläufig auf dem Überweisungsweg sondern per Scheck bezahlt.

Wie in Deutschland gibt es bei größeren Anschaffungen je nach Geschäft und abhängig von der Bonitätsauskunft der jeweiligen Kunden die Möglichkeit der Ratenzahlung.

Manche größeren Einzelhandelsketten bieten auch die Kaufmöglichkeit durch „Layaway“ an: Hierbei können die Kunden sich die gewünschte Ware reservieren lassen und bekommen diese ausgehändigt, nachdem sie per Ratenzahlung den Gesamtpreis beglichen haben.

Diese Option wird häufig speziell in der Vorweihnachtszeit angeboten.

Trinkgeld

Zum Thema Trinkgelder – gerade in Bezug auf Restaurants – findet man viele Ratschläge und Artikel in so ziemlich jedem Benimm-Ratgeber. Für die USA lohnt es sich, hierauf nochmals gesondert auf ein paar spezifische Punkte hinzuweisen:

Zwar ist ein Trinkgeld in Restaurants theoretisch optional, doch in der Praxis ist es in den USA häufig so, dass das Servicepersonal in Restaurants aus den Trinkgeldern einen Großteil des Einkommens bezieht, da das Gehalt als solches oft extrem niedrig ausfällt.

15-20 % des Betrages auf der Restaurantrechnung sind als Trinkgeld („gratuity“) üblich.

Manche Restaurants berechnen bei Gruppen von 6 oder mehr (manchmal auch 8 oder mehr) Personen automatisch eine so genannte „mandatory gratuity“.

Wenn Sie mit dem Service besonders zufrieden waren, können Sie natürlich auch noch einen Betrag darüber hinaus als Trinkgeld hinterlassen.

Wenn der Service allerdings tatsächlich zu wünschen übrig gelassen hat, können Sie theoretisch das Gespräch mit dem Restaurantmanager suchen, damit dieser die mandatory gratuity reduziert.

Dies sollte jedoch nur in begründeten Fällen geschehen. Anderenfalls, wenn Sie über diese Regelung im Vorhinein informiert wurden, ist dieses Trinkgeld auch entsprechend zu entrichten.

Diese Vorgehensweise ist allerdings nicht zu verwechseln mit der Praxis mancher Restaurants, unten auf der Rechnung einen prozentualen Betrag als gratuity VORZUSCHLAGEN. Dies stellt dann eher eine Kalkulationshilfe dar.

Weitere Informationen, auch zu anderen Trinkgeldsituationen und der damit verbundenen Etikette, finden Sie hier:
https://www.tripadvisor.com/Travel-g191-s606/United-States:Tipping.And.Etiquette.html

Wenn Sie ein Restaurant in den USA betreten, ist es übrigens üblich, dass Sie dort von einem so genannten „host“ bzw. einer „hostess“ in Empfang genommen werden und von ihm/ihr zu einem Tisch geführt werden.

Bonität – der „Credit Score“

Was in Deutschland die SCHUFA-Auskunft, ist in den USA der „Credit Score“. Es gibt hier drei Organisationen (Equifax, Experian und TransUnion), die entsprechende Kredit Reports erstellen.

http://www.federalreserve.gov/creditreports/default.htm
https://www.consumer.ftc.gov/articles/0058-credit-repair-how-help-yourself

Feiertage und Brauchtum

Es gibt in den USA eine Reihe von Feiertagen, die man wohl als spezifisch „US-amerikanisch“ bezeichnen könnte.

Thanksgiving

Einer der Feiertage, den man wohl typischerweise mit der amerikanischen Kultur in Verbindung bringt, ist „Thanksgiving“ und fällt immer auf den vierten Donnerstag im November.

Man kann Thanksgiving im weitesten Sinne mit dem „Erntedank“ vergleichen, allerdings mit einem teils religiösen, aber auch speziell historischem Hintergrund.

Das Fest reicht zurück auf die Zeit der frühen Siedler in Plymouth in Neuengland im 17. Jahrhundert, die damit (je nach Überlieferung) die erste erfolgreiche Ernte und/oder die Unterstützung einer Gruppe amerikanischen Ureinwohner feierten (speziell eines Mannes namens Squanto), mit deren Hilfe sie es geschafft hatten, ihren ersten Winter zu überleben und erfolgreichen Anbau zu betreiben.

Traditionellerweise wird zu Thanksgiving Truthahn serviert (zusammen mit Beilagen wie „Cranberry Sauce“, Truthahnfüllung, Bratensoße, Kartoffelpüree, Mais, Kürbispastete und andere herbstliche Gemüse). Umgangssprachlich wird der Tag deshalb auch als „Turkey Day“ (Truthahn-Tag) bezeichnet.

Halloween

Halloween ist eine der Bezeichnungen für den 31. Oktober, dem Tag (bzw. der Nacht) vor Allerheiligen (All Hallows’ Evening). Als solcher ist er in Bezug auf seinen religiösen Hintergrund nicht nur in den USA, sondern auch in anderen Teilen der restlichen Welt bekannt.

Die Art und Weise, wie er in den USA begangen wird, hat sich allerdings erst in jüngerer Zeit auch in Deutschland verbreitet: Kinder verkleiden sich und gehen von Haus zu Haus mit der Frage „Trick or Treat?“ (sinngemäß: „Streich oder Süßigkeiten?“).

Von den jeweiligen Bewohnern bekommen sie an der Haustür Süßigkeiten (was den Tag für den Einzelhandel zu einem speziell umsatzstarken Anlass in Bezug auf Süßigkeiten macht).
Auch für die Erwachsenen gibt es übrigens kostümierte Halloween-Partys.

Independence Day

Independence Day bezeichnet den US-amerikanischen Nationalfeiertag, der am 4. Juli gefeiert wird. Er wird deshalb häufig auch einfach als „4th of July“ bzw. „Fourth of July“ bezeichnet.

Am 4. Juli 1776 verabschiedete der Kongress der 13 britischen Kolonien im Rahmen der Amerikanischen Revolution ihre Unabhängigkeitserklärung und damit die formelle Loslösung vom Königreich Großbritannien.

Zu den Feierlichkeiten des Unabhängigkeitstages gehören typischerweise Feuerwerk, im Familienkreis aber auch Grillfeste (Barbecues) und/oder Picknicks und allgemein die Dekoration mit den Farben Weiß, Rot und Blau – und natürlich Beflaggung mit der US-Fahne.

Memorial Day

Der Memorial Day in den USA ist dem Gedenken an die Frauen und Männer gewidmet, die in Zusammenhang mit ihrem Dienst in den US-Streitkräften ihr Leben verloren haben.

Daher werden deren Gräber mit der US-Flagge geschmückt. Der Feiertag fällt immer auf den letzten Monat im Mai und markiert damit – inoffiziell – auch den Beginn des Sommers.

Labor Day

Der Labor Day fällt auf den jeweils ersten Montag im September und ehrt die Errungenschaften der Amerikanischen Arbeiterbewegung.

Aufgrund seines Datums gilt er als inoffizielles Ende des Sommers. Daher rührt auch der viel-zitierte Rat in Bezug auf modische Etikette „No white after Labor Day“ (Keine weiße Kleidung nach dem Labor Day).

Sozialversicherung

Als Permanent Resident beantragen Sie außerdem eine Sozialversicherungsnummer („Social Security Number“). Die Regierungsbehörde, die hierfür zuständig ist, ist die Social Security Administration (SSA).

https://www.ssa.gov/

Identitätsdiebstahl

Die US-Sozialversicherungsnummer ist gewissermaßen der Schlüssel zur Identität ihrer Inhaber und nimmt damit im Alltag eine zentrale Bedeutung ein.

Sie dient in vielerlei Hinsicht als Mittel zur Identifikation, zumal man als US-Bürger normalerweise nicht über einen Personalausweis verfügt, wie man es von Deutschland her kennt.

Tatsächlich ist es für Amerikaner üblich, sich mit dem Führerschein auszuweisen (falls vorhanden).

Sie werden vermutlich in verschiedenen Situationen zur Angabe Ihrer Social Security Number (SSN) aufgefordert werden, in erster Linie dann, wenn es wichtig ist, Sie zweifelsfrei zu identifizieren bzw. Ihre Identität zu bestätigen.

Beispiele hierfür sind:

  • Eröffnung eines Bankkontos
  • Beantragung eines Kredites
  • Identifikation bei den Steuerbehörden bzw. ggf. Beantragung einer speziellen Steuernummer

Genau deshalb ist es aber sehr wichtig, mit Ihrer US-Sozialversicherungsnummer äußerst sorgfältig umzugehen und sie möglichst vertraulich zu behandeln. Ihre persönliche Social Security Number in den falschen Händen kann sehr schnell zu Identitätsdiebstahl und Betrug führen.

http://www.federalreserve.gov/consumerinfo/idtheft.htm

Urlaub, befristeter Aufenthalt und Auswanderung in die USA

Für einen regulären Urlaub in den USA benötigt man als deutsche/-r Staatsbürger/-in kein Visum sondern fällt unter das Visa Waiver Program (VWP).

Trotzdem benötigt man für eine Einreise in die USA (egal ob über den Luft- oder Wasserweg) eine entsprechende Anreisegenehmigung.

Falls man nicht sowieso bereits über ein Visum verfügt, erfolgt dies über das Electronic System for Travel Authorization (abgekürzt ESTA, auf Deutsch „Elektronisches System zur Anreisegenehmigung“).

Den Antrag kann man bequem über das Internet stellen:
https://esta.cbp.dhs.gov/esta/
https://esta.cbp.dhs.gov/esta/application.html?execution=e1s1

Benötigt werden dazu der gültige Reisepass sowie eine Kreditkarte oder ein Paypal-Konto, um die anfallenden Gebühren in Höhe von 14 USD zu zahlen.

Voraussetzung ist, dass man sich maximal 90 Tage in den USA aufhalten wird.

Wird Ihr Antrag genehmigt, ist dies übrigens noch keine Garantie für die Genehmigung Ihrer Einreise. Diese Entscheidung liegt bei den Grenzbehörden des (Flug-)Hafens, über den Sie in die USA einreisen wollen.

Visa

Es gibt verschiedene Visumsarten, die einen begrenzten Aufenthalt (über einen Urlaubsaufenthalt hinaus) in den USA erlauben und je nach Visum außerdem mit einer Arbeitsgenehmigung verbunden sind. (Studenten, Künstler, Arbeitsvisum, Verlobtenvisum usw.)

Im Gegensatz zur Visa-freien Einreise mit ESTA ist es für Visumsinhaber gegebenenfalls auch möglich, den Status zu ändern und eine legale Einwanderung in die USA zu ermöglichen – beispielsweise bei einem Verlobtenvisum, das man beantragt, um damit in die USA einzureisen, dort den/die verlobte(n) US-Bürger zu heiraten und aufgrund dessen die Greencard zu beantragen.

https://travel.state.gov/content/visas/en/forms.html#
https://travel.state.gov/content/visas/en/immigrate/immigrant-process.html
https://www.uscis.gov/

Die Green Card

Je nach Visum haben Sie die Möglichkeit, sich in den USA nicht nur über einen begrenzten Zeitraum aufzuhalten, sondern auch dort zu arbeiten.

Möchten Sie dies allerdings auf permanenter Basis tun, benötigen Sie hierfür die so genannte „United States Permanent Resident Card“ , ein Ausweis im Scheckkartenformat, der aufgrund seiner Farbe informell vor allem unter dem Namen „Green Card“ (Grüne Karte) bekannt ist.

Der Green Card geht zuerst einmal ein Visum voraus.

Die Green Card wird von der US-Einwanderungsbehörde “United States Citizenship and Immigration Services (USCIS)“ ausgestellt und weist den Inhaber bzw. die Inhaberin als „Lawful Permanent Resident“ aus.

Sie gilt zunächst auf zwei Jahre. Rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist muss man dann eine Petition auf Entfernung der Beschränkungen stellen.

Voraussetzungen für den Erhalt einer Green Card

Eine Green Card wird nur erteilt, wenn verschiedene Voraussetzungen gegeben sind. Dazu gehören beispielsweise die Heirat mit einem US-Bürger, das Sponsoring durch einen US-Arbeitgeber oder eine Investition in den USA, durch welche neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Nähere Informationen zu den Voraussetzungen sowie auch Links zu benötigten Formularen gibt es hier:
https://www.uscis.gov/greencard
https://www.uscis.gov/green-card/green-card-processes-and-procedures/green-card-processes-procedures

Informationen für die Zeit nach dem Erhalt der Green Card:
https://www.uscis.gov/tools/settling-us
https://www.uscis.gov/tools/settling-us/getting-settled-united-states

Hier kann man kostenlos ein PDF-Handbuch „Welcome to the United States: A Guide for New Immigrants“ downloaden, der viele nützliche Informationen für Ihre Zeit unmittelbar nach der Einwanderung enthält.

Dieser Guide ist in verschiedenen Sprachen erhältlich – zurzeit allerdings leider nicht auf Deutsch.

https://www.uscis.gov/sites/default/files/files/nativedocuments/M-618.pdf

Informationen zu Ihren Rechten und Pflichten als Permanent Resident finden Sie hier:
https://www.uscis.gov/green-card/after-green-card-granted/rights-and-responsibilities-permanent-resident/rights-and-responsibilities-green-card-holder-permanent-resident

Medizinische Untersuchung:

Teil des Beantragungs- und Genehmigungsverfahren für eine Green Card ist auch eine allgemeine medizinische Untersuchung bei einem speziell für diese Zwecke zugelassenen Arzt erforderlich.

Dieser muss Ihnen bescheinigen, dass aus medizinischer Sicht keine Gründe gegen Ihre Einwanderung sprechen.

Bestandteil des Prozesses ist u.a. eine Blutabnahme, ein ärztliches Gespräch, das Ausfüllen eines Fragebogens und je nach den Ergebnissen dieser Schritte gegebenenfalls weitere Untersuchungen.

Es wird außerdem das Vorhandensein diverser Impfungen überprüft. Diese sind für eine Bescheinigung zwingend notwendig und müssen im Zweifelsfall nachgeholt werden. Sollten Sie also über einen Impfpass aus Deutschland verfügen, legen Sie diesen bitte dort vor.

Wie bereits gesagt, muss der entsprechende Arzt für diese Art des Attestes speziell von der Einwanderungsbehörde zugelassen sein.

Je nach Aufenthaltsort finden Sie die passenden Ärzte über diesen Link: https://my.uscis.gov/findadoctor

Disqualifizierung

Unter Umständen kann man sich übrigens auch nach Erhalt einer Green Card für diese wieder disqualifizieren (z.B. indem man seinen Wohnsitz in den USA wieder aufgibt oder in Zusammenhang mit einer Straftat ausgewiesen wird).

Mit der Green Card ist nicht automatisch eine US-Staatsbürgerschaft verbunden. Also Green-Card-Inhaber kann man seine ursprüngliche Staatsbürgerschaft behalten oder in einem weiteren Schritt die US-Staatsbürgerschaft beantragen.

Green Card Lotterie

Einmal jährlich wird im Rahmen des Diversity Immigrant Visa (DV) Programs eine „Green Card Lotterie“ veranstaltet – wobei man technisch gesehen durch die Lotterie keine „Green Card“ erhalten kann, sondern lediglich das Diversity Immigrant Visum, mit dem man dann die Green Card beantragen kann.

Von diesen Visa steht pro Jahr eine begrenzte Anzahl zur Verfügung.

Die Teilnahme am Diversity Immigrant Visa (DV) Program ist für Staatsbürger der Länder möglich, aus denen historisch gesehen die Einwandererzahlen in die USA relativ gering ausfallen. Deutschland gehört zur Liste dieser Länder.

Die Teilnahme an der Lotterie (= Registrierung für das Diversity Immigrant Visa (DV) Program) ist kostenfrei.

Wenn man als Interessent bzw. auf der Suche nach Informationen nach der „Green Card Lottery” im Internet sucht, ist die Auswahl der richtigen Website übrigens wichtig:

Abgesehen von der offiziellen Website der US-Regierung/des US State Departments (https://travel.state.gov/content/visas/en/immigrate/diversity-visa/entry.html) gibt es nämlich auch diverse (mal mehr, mal weniger seriöse) Agenturen, über welche man seine Bewerbung für die Greencard Lotterie einreichen kann.

Dies ist natürlich mit entsprechenden Kosten verbunden, und auf den ersten Blick mag es so wirken, als wäre die jeweilige Website die offizielle Website der Lotterie. Hier ist also Vorsicht geboten.

Übrigens: Es ist wichtig, sämtliche für die Registrierung erforderlichen Unterlagen vollständig und korrekt auszufüllen, denn anderenfalls disqualifiziert man sich für die Teilnahme an der Lotterie.

Mancher Interessent zieht deshalb möglicherweise in Betracht, sich hierfür Unterstützung zu suchen, auch wenn es kein Problem sein sollte, die Registrierung allein vorzunehmen – was vom US State Department auch ausdrücklich empfohlen wird.

Wenn allerdings damit geworben wird, dass man durch Beauftragung einer bestimmten Agentur seine Chancen für eine Auswahl verbessern könnte, möglicherweise sogar, weil diese Agentur angeblich in spezieller Verbindung zu den Lotteriebetreibern steht – so sollte man hier lieber vorsichtig sein, denn solche Aussagen sind nicht korrekt.

Vorsicht geboten ist auch bei betrügerischen E-Mails, die sich als Gewinnbenachrichtigung seitens der Lotteriebetreiber ausgeben und versuchen, von den angeblichen „Gewinnern“ Geld einzufordern.

Wenn Sie sich für eine Registrierung für das Diversity Immigrant Visa (DV) Program entscheiden, sollten Sie sich genau mit den Instruktionen hierfür (https://travel.state.gov/content/visas/en/immigrate/diversity-visa/instructions.html) vertraut machen.

Aus denen geht nämlich auch hervor, wann und in welcher Form Sie von einem möglichen „Gewinn“ der Lotterie erfahren.

Führerschein:

So wie in Deutschland benötigt man auch in sämtlichen Bundesstaaten der USA einen Führerschein, um ein KFZ/Auto fahren zu dürfen.

Die ausstellende Behörde (Motor Vehicle Department) kann in den diversen Bundesstaaten unterschiedliche Bezeichnungen haben.

Über diesen Link https://www.usa.gov/motor-vehicle-services kann man unter Angabe des Bundesstaates, in dem man seinen Wohnsitz hat, die jeweils zuständige Behörde finden.

Die den Führerschein betreffenden Regelungen können von Bundesstaat zu Bundesstaat ebenfalls unterschiedlich sein.

Wenn Sie bereits einen deutschen Führerschein (und ggf. außerdem einen in Deutschland ausgestellten Internationalen Führerschein) besitzen, haben Sie es unter Umständen leichter, einen US-Führerschein zu erhalten.

Je nach Bundesstaat müssen Sie dafür allerdings ggf. die theoretische Führerscheinprüfung und teilweise sogar die praktische Führerscheinprüfung erfolgreich absolvieren.

Das Mindestalter zum Erhalt eines Führerscheins kann übrigens ebenfalls in unterschiedlichen Bundesstaaten verschieden ausfallen.

Der Führerschein wird in den USA auch genutzt, um sich auszuweisen. Insofern ist es sinnvoll, den Führerschein unterwegs immer mit sich zu führen, auch wenn man selbst nicht regelmäßig Auto fährt.

Verkehrsregeln:

Sowohl was die Verkehrsschilder als auch diverse Ge- und Verbote betrifft, sollte man sich vor dem Autofahren in den USA vorher mit den diversen Unterschieden vertraut machen.

Diese gelten nicht nur für die USA als Ganzes, sondern unterscheiden sich auch je nach Bundesstaat.

Unter dmv.org findet man (auch zur Vorbereitung auf die US-Führerscheinprüfung) Handbücher für die Verkehrstheorie in den jeweiligen Bundesstaaten http://www.dmv.org/fl-florida/driver-handbook.php sowie diverse andere Tipps in Bezug auf den Straßenverkehr.

Hierbei der Hinweis: Auch wenn „DMV“ u.a. als gängige Abkürzung für „Department of Motor Vehicles“ oder „Division of Motor Vehicles“ benutzt wird, handelt es sich bei dieser Website NICHT um die Website einer Regierungsbehörde.

Einen Schnellüberblick in deutscher Sprache in Bezug auf einige wichtige US-Verkehrsregeln finden Sie auch hier: http://www.us-infos.de/fakten-vregeln.html

Ein Beispiel: Schulbusse in den USA nehmen im Straßenverkehr eine Sonderstellung ein? So darf man an haltenden Schulbussen (die häufig, aber NICHT IN ALLEN FÄLLEN, an ihrer gelben Farbe zu erkennen sind) nicht vorbeifahren – auch nicht in Gegenrichtung – sondern muss bis zu deren Weiterfahrt ebenfalls warten.

Dies gilt der Sicherheit der ggf. ein- und aussteigenden Schüler, bei denen unter anderem damit gerechnet werden muss, dass sie die Fahrbahn überqueren. Eine Nichtbeachtung dieses Verbotes kann zu empfindlichen Geldstrafen führen.

Hätten Sie es gewusst?

Steuern:

Die Steuerbehörde in den USA ist der Internal Revenue Service (IRS) www.irs.gov.

Zwar können wir hier in diesem Artikel nicht wirklich auf die Einzelheiten des US-Steuerrechts eingehen, doch hier ein paar grundsätzliche Punkte:

Fristablauf für eine reguläre Abgabe der jährlichen Steuererklärung für Individuen ist in den USA jeweils der 15. April.

Eine Verlängerung dieser Frist (Tax Extension) ist möglich – Informationen zu diesem Punkt gibt es bei der IRS: https://www.irs.com/articles/income-tax-extensions-explained

Als Steuerpflichtiger in den USA benötigt man eine Steueridentifikationsnummer, die Taxpayer Identification Number (TIN).

Diese entspricht in vielen Fällen der Social Security Number (SSN), kann aber auch davon abweichen: https://www.irs.gov/individuals/international-taxpayers/taxpayer-identification-numbers-tin

Formulare zur Beantragung finden Sie hier: https://www.irs.gov/forms-pubs

Wenn Sie in den USA einen Steuerberater benötigen, finden Sie die passenden Ansprechpartner hierfür unter der Bezeichnung „Tax Consultant“ bzw. „CPA“ (Certified Public Accountant).

Eine leider inzwischen „beliebte“ Betrugstaktik ist ein Anruf bei Privatpersonen, der angeblich von der IRS kommt.

Die Angerufenen werden über angebliche Steuerschulden informiert und unter Druck gesetzt, entsprechende Zahlungen zu leisten (die natürlich nicht an die IRS gehen).

Alternativ besteht das Ziel darin, an möglichst viele persönliche Daten der Angerufenen zu kommen, was zu einem im Extremfall zu einem regelrechten „Identitätsdiebstahl“ führen kann.

Einen ähnlichen Zweck verfolgen Phishing-E-Mails, mit deren Hilfe die Empfänger auf angebliche behördliche (aber gefälschte) Webseiten weitergeleitet werden, wo sie dann aufgefordert werden, persönliche Daten einzugeben.

Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie hier: https://www.irs.gov/uac/tax-scams-consumer-alerts

Hier weist die IRS auch ausdrücklich auf einige Punkte hin, an denen Sie einen solchen betrügerischen Anruf erkennen können (Beispiel: Sie werden von der IRS nicht wegen einer Steuerschuld angerufen werden, wenn Sie dazu nicht vorher einen schriftlichen Bescheid erhalten haben.).

Medizinische Versorgung:

  • Die Notfall-Rufnummer in den USA ist die 911.

  • Als Tourist bzw. für kurzfristigen Aufenthalt in den USA benötigen Sie eine entsprechende Reise-Krankenversicherung.

  • Als Arbeitnehmer in den USA sind Sie optimalerweise über Ihren Arbeitgeber krankenversichert – dies ist jedoch alles andere als selbstverständlich.
    Sie haben diverse Optionen, sich selbst zu versichern, müssen jedoch Zuzahlungen in unterschiedlicher Höhe in Kauf nehmen.

    Gerade bei aufwändigeren Behandlungen oder beispielsweise einem Krankenhausaufenthalt können solche Zuzahlungen durchaus in den vierstelligen Bereich gehen.

  • Anlaufstelle für medizinisch dringende Fälle sind die „Emergency Rooms“ (ER) der lokalen Krankenhäuser

  • Je nach Ausgestaltung der jeweiligen Krankenversicherung hat man als Einwohner der USA einen Hausarzt (Primary Care Physician), der dann ggf. zu einem Facharzt überweisen kann.

    Für akute Beschwerden, die keinen medizinischen Notfall darstellen, stehen inzwischen (abhängig von der geografischen Lage) auch vermehrt so genannte „Walk-in Clinics“ zur Verfügung.

    Diese kann man ohne vorherige Terminvereinbarung aufsuchen, beispielsweise bei Erkältungssymptomen oder leichteren Verletzungen. Diese sind (wieder abhängig von der geografischen Lage) ggf. auch abends und am Wochenende geöffnet.

    Die medizinische Versorgung erfolgt hier durch einen Arzt/Physician/MD (in „Urgent Care Clinics“), einen Physician Assistant (PA) und/oder Nurse Practitioners (NP).

    Auf die beiden letztgenannten „Healthcare Professionals“ trifft man speziell in den Walk-in Clinics, die beispielsweise manchen größeren Drugstores mit Pharmacy angeschlossen sind (zum Beispiel CVS oder Walgreens, immer abhängig vom jeweiligen Standort).

Klima:

Angesichts der Größe der USA ist es wohl nicht verwunderlich, dass man hier auf eine ganze Reihe unterschiedlicher Klimazonen treffen kann – die Bandbreite reicht von tropisch/subtropisch bis alpin bis mediterran bis kaltgemäßigt.

Insofern lassen sich hier nur schwer pauschale Aussagen in Bezug auf das Wetter treffen.

Ein Tipp: Falls Sie sich in den Südstaaten (wie zum Beispiel Florida, Georgia oder Louisiana) aufhalten und dort auf eher hohe Temperaturen eingestellt sind, haben Sie zwar grundsätzlich Recht.

Trotzdem ist es zu empfehlen, auch hier unterwegs eine leichte Jacke dabei zu haben. Hintergrund ist der, dass Sie in öffentlichen Gebäuden, Banken, Restaurants, Geschäften usw. mit einer laufenden Klimaanlage rechnen müssen, die gerade bei hohen Außentemperaturen als ausgesprochen kühl empfunden werden kann.

Wohnen:

Die Wohnbedingungen in den USA hängen stark vom jeweiligen Standort ab – das bezieht sich sowohl auf die Platzverhältnisse als auch auf die Verfügbarkeit und natürlich die Miet- bzw. Kaufpreise.

Um entsprechende Wohnangebote zu finden, kann man sich direkt an eine Maklerfirma für Immobilien wenden („real estate agent“ oder auch „realtor“), die Anzeigen in den Zeitungen durchsehen oder die einschlägigen Immobilien-Portale im Internet nutzen, beispielsweise:

Hier ein paar Stichworte zu den Begrifflichkeiten:

  • Fläche – square footage: Die Flächenangaben erfolgen in square feet (ft² or sq ft), wobei ein square foot etwa 0,09 m² entspricht.

  • Zimmeranzahl – bedrooms, bathrooms: Relevant für die Zimmerangaben in Bezug auf Wohnungs- und Hausbeschreibungen sind in erster Linie die Schlaf- und Badezimmer, wobei im Fall von mehreren Schlafzimmern zwischen „master bedroom“ und „guest bedroom“ unterschieden wird und bei den Badezimmern zwischen „full bath room“ (Dusche und/oder Badewanne, Waschbecken, WC) und „half bath room“ (WC und Waschbecken) unterschieden wird.

  • Kleiderschrank – closet: Nach neuerer Definition verfügen Schlafzimmer über mindestens einen Einbau-Kleiderschrank, der ggf. sogar begehbar sein kann („closet“ bzw. „walk-in closet“)

  • Haus – home: Begibt man sich auf Häusersuche, stößt man auf den Begriff „Home“, wobei die Bezeichnung für ein Einfamilienhaus entsprechend „single-family home“ ist.

  • Wohnung – condo, apartment: Bei Wohnungen hat man es mit zwei unterschiedlichen Begriffen zu tun – „condo“ (abgekürzt für „condominium“) und „apartment“.

    Der Unterschied ist hierbei nicht äußerlicher Natur, sondern bezieht sich auf die Eigentümerschaft: Ein condo kauft bzw. mietet man direkt vom individuellen Eigentümer („owner“ – bzw. „landlord“, wenn es sich um eine Mietwohnung handelt).

    Die individuellen Eigentümer schließen sich in der Regel zu einer „homeowner association“ (HOA) zusammen, über die die Verwaltung des Gebäudes läuft. Bei einem „apartment“ handelt es sich dagegen um eine Mietwohnung, die so wie die übrigen Wohnungen im Gebäude ein- und demselben Unternehmen gehört.

Hier gibt es ein Glossar mit weiteren immobilienbezogenen Begriffen:
http://www.privatecommunities.com/second-home-buying/glossary/residential-property-types.htma>

Gerade wenn es nicht um die Anmietung sondern um den Kauf einer Wohnimmobilie geht, hängt der Immobilienwert von diversen Faktoren ab.

Abgesehen von Größe, Zustand und Ausstattung spielt hier auch der Standort eine große Rolle – sowohl was die mit dem Eigentum verbundene Steuer betrifft als auch die Charakteristika der jeweiligen Stadt bzw. Gemeinde und Nachbarschaft.

Um genauere Informationen zum Standort zu erhalten, kann man sich auf einer Website wie „City Data“ über Daten wie Einwohnerzahl, Geburtenrate, Schulen, Steuern und Kriminalstatistik informieren: http://www.city-data.com/

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