Speziell für unsere Leute mit US-Bankkonto

Fragen und Antworten

Wenn Sie die USA schon ein bisschen kennen, wissen Sie, dass Banking in Deutschland und in den USA „komplett anders“ ist, wie sich neulich eine befreundete Bankerin ausdrückte. Bitte denken Sie daran, wenn sie finanzielles Engagement in Amerika vorhaben!

Diese Seite soll Ihnen helfen das US-Bankkonto, welches man über uns eröffnen kann, besser kennen­zu­lernen.

Viele Fragen und Antworten haben sich aus der Beziehung mit unseren Kunden ergeben. So wie unser Kunden- und Leserstamm wächst, werden auch die Fragen und Antworten auf dieser Seite wachsen.

Gerne können Sie die Kommentarfunktion nutzen, um weitere Fragen zu stellen oder um auf Fragen zu antworten. Beispielsweise, wenn Sie mit Ihrer Erfahrung anderen Kunden helfen können. Vielen Dank für dieses Engagement!

1. Überweisungen

1.1 Haben Sie eine Empfehlung für die Ersteinzahlung?

Die meisten deutschen Banken berechnen gesonderte Gebühren für eine abgehende Auslandsüberweisung und US-Banken berechnen ebenfalls eine Gebühr für ankommende internationale Überweisungen. Im schlechtesten Fall hängen noch Korrespondenz-Banken dazwischen, die ebenfalls eine Gebühr abgreifen.

Um diese Gebühren zu sparen, empfehlen wir unseren Leuten TransferWise zu nutzen. TransferWise ist ein Spezial-Anbieter, der sich auf günstige Auslandsüberweisungen spezialisiert hat.

Die Überweisungsgebühren steigen bei TransferWise ab dem Grundbetrag von 2 Euro prozentual mit der Überweisungssumme an. Für Überweisungen bis 20.000 Dollar liegt man mit TransferWise in 99 % der Fälle richtig.

1.2 Warum sprechen Sie vom „Online-Zugang“ und nicht vom „Online-Banking“?

Deutschland hat eines der weltweit besten Bankingsysteme. Unsere Möglichkeiten, unser Komfort, unsere Schnelligkeit, unsere niedrige Gebührenstruktur sind beinahe einmalig auf der Welt.

Wer seine Erfahrungen mit Online-Banking in Deutschland auf die USA überträgt, wird möglicherweise enttäuscht sein. Die meisten Zahlungen werden

  • in bar
  • per Kreditkarte
  • per Scheck

bezahlt.

Es gibt auch ein Abbuchungsverfahren, welches beispielsweise Versorger und größere Firmen benutzen, und das System „Pay Bills“, wenn Sie Rechnungen online bezahlen wollen.

Online-Banking, wie wir es in Deutschland gewohnt sind, ist in den USA nicht so ausgeprägt möglich. Deswegen bezeichnen wir das System mit „Online-Zugang“.

Sie können jederzeit online Einblick auf Ihr Bankkonto nehmen, kontrollieren, ob Ihre Überweisungen eingegangen sind, ob Ihre Kontoumsätze (z. B. Kartenzahlungen, Scheckzahlungen) stimmig sind oder auch die Zugangsdaten ändern.

Natürlich können Sie auch Zahlungen innerhalb der USA per Online-Eingabe vornehmen. Dazu demnächst ein eigener Beitrag.

Auslandsüberweisungen sind längst nicht so einfach wie bei einer deutschen Bank, deswegen empfehlen wir wiederum TransferWise für Überweisungen vom US-Konto nach Deutschland. Wie einfach und günstig das funktioniert, können Sie hier sehen: Geld überweisen ab 3 Dollar.

2. MasterCard

2.1 Wie kann ich meine PIN ändern?

Sie können jederzeit kostenlos Ihre PIN im Online-Zugang unter Accounts ➜ Account Settings ➜ Debit Card PIN ➜ Edit PIN ändern.

2.2 Wie hoch sind die Kartenlimits?

Pro Tag kann man mit der MasterCard maximal 500 US-Dollar am Automaten abheben und bargeldlos bis zu 3.000 US-Dollar zahlen (Standard-Einstellung).

2.3 Warum handelt es sich bei der MasterCard nicht um eine Kreditkarte?

Man benötigt eine Sozialversicherungsnummer (SSN), um eine Kreditkarte in den USA beantragen zu können sowie eine entsprechende Credit History. Üblicherweise hat man das nicht, wenn man nicht in den USA geboren ist oder bisher noch keinen Aufenthaltstitel hatte.

Da diese Voraussetzung 99 % unserer Kunden nicht erfüllen, bieten wir das auch nicht an.

Bei unserem Bankkonto gibt es eine Debit-MasterCard. Diese ist mit dem Girokonto (Checking) verknüpft. Das bedeutet, dass das Guthaben auf dem Girokonto ebenfalls auf der MasterCard zur Verfügung steht. Möchte man Geld auf die MasterCard einzahlen, überweist man dieses auf das Girokonto. Das ist die gängige Praxis bei US-Bankkonten.

3. Gemeinschaftskonto

3.1 Wie viele Kontoinhaber kann ein Gemeinschaftskonto haben?

Aktuell eröffnen wir Bankkonten mit bis zu 5 Kontoinhabern.

Unsere Empfehlung lautet, die Anzahl möglichst gering zu halten, da im Gegensatz zu Deutschland jeder Kontoinhaber vollumfänglich über das Bankkonto verfügen kann!

Es besteht auch die Möglichkeit, ein Bankkonto auf einen Trust einzurichten. Dazu später ein separater Artikel.

4. Hausverwalterkonto

4.1 Kann ich meinem Hausverwalter Vollmacht für das Konto geben?

Eine eingeschränkte Vollmacht, wie man es vielleicht bei deutschen Banken gewohnt ist, gibt es nicht. Sie können gemeinsam mit dem Hausverwalter ein Gemeinschaftskonto eröffnen. Er bekommt dann ebenfalls einen Online-Zugang zum Konto (hier ist die Kontofunktion „Pay Bills“ wichtig) sowie eine MasterCard und ein Scheckheft, um sich um die finanziellen Belange Ihrer Immobilie zu kümmern.

Wir empfehlen dieses Konto nur für die Hausverwaltung zu nutzen und ein separates Konto für Ihre persönlichen Ausgaben und Anlagen zu nehmen.

5. LLC-Konto

Es gibt nur eine Ausnahme, bei der eine Kontoeröffnung auf eine LLC möglich ist: Immobilienbesitz in der LLC.

Oftmals wird von Anwälten die Gründung einer „Property-LLC“ empfohlen, um rechtliche Risiken auf das Vermögen der LLC zu beschränken. Na ja, und die LLC benötigt dann natürlich ein Bankkonto, um die anfallenden Kosten begleichen und ggf. die Miete vereinnahmen zu können.

Für diesen – und nur für diesen – Fall ist eine Kontoeröffnung auf den Namen der LLC bei unserer Partnerbank möglich.

Eine darüber­hinaus­gehende geschäftliche Nutzung (z. B. Immobilienhandel) ist nicht mehr im Rahmen der Kontoführung und führt beim Verstoß zur Auflösung der Geschäftsbeziehung.

6. Auflösung des Kontos

6.1 Wie kann ich das Konto kündigen?

Sie können das Konto jederzeit kündigen, indem Sie in eine Filiale Ihrer Wahl gehen und um Auflösung des Kontos bitten. Sie erhalten das Geld in bar oder größere Summen per Scheck ausbezahlt.

Von Deutschland aus können Sie das Konto per Brief oder Fax kündigen. Dazu genügt ein einfaches Kündigungsschreiben, welches Ihren Namen, Adresse, Kontonummer und Unterschrift enthalten muss. Die richtige Post- bzw. Faxadresse erhalten Sie stets aktuell von uns.

Für Ihr Restguthaben erhalten Sie einen Verrechnungsscheck, den sie auch in Deutschland einreichen können.

6.2 Was versteht man unter „automatischer Kündigung“?

Jeder, der mit unserer Hilfe das US-Bankkonto eröffnet bekommt, hat sich verpflichtet, einen Mindestkontostand von 500 USD auf dem Konto zu behalten. Nur deswegen ist das Konto ausgenommen von der monatlichen Kontoführungsgebühr!

Fällt der Kontostand unter 500 USD, werden monatliche Kontoführungsgebühren berechnet.

Fällt der Kontostand auf 0 und bleibt dort 30 Tage, wird das Konto automatisch von der Bank aufgelöst. Das ist bei vielen US-Banken der Fall und bewahrt sie vor jahrelang nachrichtenlos rumliegenden Konten. Gegenüber Deutschland ein effizientes System. 😉

Bankkonto in den USA eröffnen

… und was ist Ihr persönliches Interesse?

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10 Kommentare zu “Fragen und Antworten”

  1. Karl Hauf sagt:

    Guten Tag,

    für die Auflösung unseres Konotos bei der Bank of America in Clearwater, benötige ich die Anschrift oder die Fax Nr. könnten Sie mir dies per Mail schicken, im voraus besten Dank,

    mit freundlichen Grüßen

    Karl Hauf

    • Redaktion sagt:

      Bei den Bankkonten, die über uns eröffnet wurden, stehen wir auch bei der Auflösung gebührenfrei helfend zur Seite … doch dass können wir nicht für die ganze Welt leisten.

  2. Dieter Sillner sagt:

    Ich möchte mein Konto bei der Bank of America, Finacial
    Conter & ATM, 4898 Davis Blvd. in Naples FL 34104 auflösen.
    Auf Schreiben antworten die nicht. Wenn ich das Konto mit
    Scheck auf Null abhebe, wird dann das Konto automatisch gelöscht?

    • Gee Jay sagt:

      Bei den meisten Kontomodellen fallen beim Unterschreiten der Mindesteinlage für die kostenlose Kontoführung Kontoführungsgebühren an. Wenn Sie keinen Dispo vereinbart haben, wird das problematisch. Üblicherweise werden – natürlich aus Sicherheitsgründen – Konten persönlich in der Filiale aufgelöst. Sie brauchen aber nicht in die kontoführende Filiale gehen. Jede BoA-Filiale kann ihr Konto schließen.

      Falls Sie nicht mehr in die USA kommen, kann ich mich mal erkundigen, welche Alternativen es gibt.

      • Dieter Sillner sagt:

        Danke für Ihren Beitrag Gee Jay. Ich weiß, daß die BoA Gebühren verlangt, wenn ein gewisses Limit unterschritten wird. Aber wie ist es, wenn das Konto per Scheck auf Null
        abgeräumt wird? Löscht die Bank dann das Konto automatisch?
        MfG
        Dieter Sillner

  3. Emilie Niklas sagt:

    Hallo,
    ich möchte mein Konto bei der
    Regions Bank
    Tarpon Springs Office
    40786 US Hwy 19 North
    Tarpon Springs, FL 34689
    USA
    kündigen. Habe schon mehrfach dorthin geschrieben mit beglaubigter Unterschrift etc. aber leider kommt nichts zurück. Anruf geht auch niemand ran. Was kann ich da machen? Bitte um Hilfe.
    Herzlichen Danke.

    • Gee Jay sagt:

      Falls diese Bank Kontoführungsgebühren erhebt, wenn das Kontoguthaben unter eine Mindestsumme fällt, kann man es von den Gebühren auffressen lassen. Häufig schließen US-Banken Konten, die umsatzlos ins Minus laufen. Bitte als „private Idee“ verstehen.

      Die offizielle Antwort ist: Gehen Sie in eine Filiale Ihrer Bankgruppe und lösen Sie persönlich das Konto auf. Das ist der korrekte Weg.

  4. Christa Eder sagt:

    Was kann mein Mann machen sein Konto in Amerika ist eingefroren. Habe 14.600 Euro bezahlt um es wieder zu aktivieren. Gestern kamm eine e-mail die Federal Reserve will noch einmal 13.850 Euro.er hat aber mehr als genug auf seinem konto. Kann die Federal Reserve nicht das Geld von seinem konto nehmen?
    Wir sind total verzweifelt und total geld los.
    Bitte um eine Antwort von ihrer seite.
    Mfg
    Christa Eder

    • Richard Banks sagt:

      Nach meiner Erfahrung liegt die Wahrscheinlichkeit bei 99 Prozent, dass Sie auf Scamer (Online-Betrüger) hereingefallen sind. Die FED schreibt Ihnen keine E-Mails, fordert von Ihnen kein Geld und behält auch keins ein.

      Am besten drucken Sie alle Mails und Kontobelege aus und gehen zu der für Ihren Wohnort zuständigen Polizeidienststelle. Falls Sie die E-Mails auf einem Notebook haben, nehmen sie dieses mit. In den Mailprogrammen kann man beispielsweise IP-Adressen feststellen, die man beim normalen Ausdruck nicht sieht.

      Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bereits gezahltes Geld wiedersehen werden ist sehr gering. Senden Sie aber bitte in der Hoffnung etwas wiederzubekommen nicht noch mehr hinterher. Das gehört ebenfalls zur Masche.

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