Leitfaden zur Kostenabschätzung

Florida: Nebenkosten eines Ferienhauses

Gastbeitrag von Georg

Im Anschluss an die Artikel Investieren in Florida-Ferienhäuser und Kauf eines Grundstückes, wollen wir uns heute einmal die zu erwartenden laufende Kosten näher ansehen.

Egal ob das Ferienhaus vermietet oder selbst verwendet wird, es fallen immer Ausgaben an. Im folgenden Beispiel haben wir ein Ferienhaus mit 1.814 sq ft (168,53m2) mit Pool angenommen.

Einfamilienhaus in Florida

Ferienhaus des Gastautors im Lee County, Florida

Property Tax

Es gibt für Hausbesitzer die jährliche Vorschreibung der Property Tax, vergleichbar mit der deutschen Grundsteuer. Besteuert wird der Grund und Boden, das Haus und wenn vorhanden auch das Bootsdock.

Dabei berücksichtigt wird der aktuelle Marktwert, die Lage, der Zustand des Hauses, sowie die Verkaufserlöse (in der unmittelbaren Umgebung) des vorangegangenen Jahres.

Diese Steuer hebt das County ein und wird zweckgebunden für Schulen, öffentliche Einrichtungen, Straßen, etc. verwendet.

Praktisch: Bei einer Mortgage (Hypothekendarlehen) wird diese Steuer direkt von der finanzierenden Bank beglichen.

Property Manager

Fast unumgänglich sind die monatlichen Kosten des Property Managers, der Hauskontrollen durchführt, die Post abholt und weiterleitet, Rechnungen ggf. gleich bezahlt, die Wasser­spülungen kontrolliert, etc.

Wird das Ferienhaus auch vermietet kann der Property Manager auch die Vermarktung des Ferienhauses (gegen Provision), das Inkasso, die Betreuung der Feriengäste, die Endkontrolle und Endreinigung durchführen. Auch das Befüllen des Kühlschrankes lässt sich vereinbaren.

Nicht zu vergessen koordiniert und überwacht der Property Manager auch die Zulieferer (Gärtner, Pool Boy, Pest Control, etc.).

Hausversicherung

Ein große Ausgabe ist die Hausversicherung. Die Versicherungen unterscheiden wie lange durchschnittlich im Jahr das Haus tatsächlich bewohnt wird. Wird das Ferienhaus im Jahr nur einige Wochen bewohnt fällt eine höhere Prämie an.

Prämiennachlässe gibt es nur bei Einbau von „Hurricane Protect Windows“, Aufenthalt von mindestens 180 Tagen (wird auch kontrolliert!) oder bei Abschluss von mehreren Versicherungen (Auto, Rechtsschutz, usw.) bei einer Gesellschaft.

Auch hier gilt: Bei Finanzierung durch eine Mortgage wird die Prämie direkt von der finanzierenden Bank beglichen.

Strom und Pool

Auch wenn das Haus nicht gerade benützt wird, fallen Stromkosten an. Der größte Stromverbraucher ist mit Sicherheit die Klimaanlage.

Ein Ferienhaus in Florida ist mit einem Kreuzfahrtschiff zu vergleichen. Beide benötigen eine Klimaanlage um auch die Luftfeuchtigkeit in den Griff zu bekommen. Idealerweise ist bei Abwesenheit die Einstellung der Klimaanlage auf 25 Grad (=77 °F).

Ein weiterer Stromverbrauch ist die Poolpumpe. Das Wasser sollte zumindest, je nach Poolgröße, 3-5 Stunden täglich umgewälzt werden. Nicht zu vergessen der Kühlschrank und das Internet/TV, sofern fernsteuerbare Einheiten im Haus verbaut sind.

Ferienhaus mit Pool in Florida

Klimaanlage und Pool sind die größten Stromverbraucher. Sinnvolle Einstellungen helfen den Stromverbrauch „wirtschaftlich“ zu machen.

Externe Dienstleister

Externe Dienstleister wollen auch bezahlt werden. Angefangen vom Poolboy (kontrolliert die Wasserqualität und reinigt 14-tägig den Pool) über den Gärtner, der sich um den Rasen kümmert, sowie die Pest-Control. Deren Aufgabe ist das Sprühen von Gift rund um das Haus und das Entfernen von Unkraut (fällt in den USA nicht in das Aufgabengebiet des Gärtners!).

Monatsausgaben

Beispielhaft meine Ausgaben vom letzten Jahr:

Monatsausgaben US-$
Property Tax 233
Property Manager 150
Hausversicherung 150
Strom 147
Internet / TV 107
Wasser 100
Gärtner 95
Poolboy 85
Pest-Control 83

Gates Communities

Bei gated communities ist zusätzlich zu beachten, je umfangreicher die angebotenen Dienst­leistungen sind (zentraler großer Pool, direkt am Golfplatz, Clubhaus eventuell mit Restaurant/Buffet, Fitnesscenter, Lage, kleine Einkaufs­möglichkeit, Spielplatz), desto größer sind die monatlichen HOA-Gebühren (= Homeowner Association).

Die Spannbreite dabei liegt zwischen 80 und 600 Dollar monatlich. Allerdings verpflichtend ist die Einhaltung von Regeln. Das reicht vom Farbanstrich des Hauses bis zur Strafe beim falschen Parken auf der Straße.

Jeder Hausbesitzer kennt das. Erwartende Defekte im Haus, anfallende Reparaturen, Sicherheits­vorkehrungen vor einem bevorstehenden Hurrikan. Auch da kann der Property Manager gegen Regie aushelfen und entsprechende Professionisten beauftragen. Diese Kosten sind in der Aufstellung nicht enthalten.

Fragen?

Einfache und allgemeine Fragen werden gerne über die Kommentarfunktion am Ende der Seite beantwortet. Tiefergehendes oder Begleitung beim Aufbau eines Property Portfolios in Florida (künftig auch Texas) gerne über unsere Beratungsschiene.

Bitte beachten Sie, dass ein guter Property Manager – der gerne auch Ihr Ferienhaus vermietet – schwer zu finden ist. Wir helfen Ihnen gerne einen passenden für Ihre Immobilie zu finden. Ebenso die Auswahl des richtigen Versicherungsmakler.

Über den Autor

Georg ist Unternehmer aus Österreich. Mindestens zwei Mal pro Jahr ist er in Florida und bewohnt dort sein Haus in der Nähe von Fort Myers. Möglicherweise wird er nach seiner aktiven Unternehmerzeit in Österreich – das ist natürlich vor Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters – seinen Hauptaufenthalt nach Florida verlagert haben.

Lernen Sie ihn über unseren America Investor-Club kennen, online oder persönlich.

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