Wie ich bei einer Überweisung 1.000 Euro gespart habe!

Mit CurrencyFair günstig Geld aus den USA nach Deutschland überweisen

Gastbeitrag von Jan B.

Erfahren Sie in diesem Artikel wie ich USD zum super-günstigen Kurs in EUR getauscht und im nächsten Schritt nach Deutschland ebenfalls sehr günstig überwiesen habe.

Überweisung USA Deutschland Currencyfair

Vor kurzem Stand ich vor dem Problem eine größere Dollar-Summe (fünfstellig) aus den USA auf mein deutsches Konto zu transferieren.

Wer hin und wieder Geld aus den USA in den Euroraum überweist, dem ist sicher bewusst, dass eine Überweisung von einer US-Bank zu einer europäischen Bank nicht so einfach ist und vor allem einiges an Gebühren kostet.

Gewinne aus meinem US-Depot nach Hause holen …

In meinem konkreten Fall hätte mich eine reguläre Überweisung von Bank (US-Depot) zu Bank (Girokonto zuhause) dank direkter und versteckter Gebühren über 1.000 EUR gekostet. Autsch!

Amerikaner und Europäer haben nämlich gänzlich unterschiedliche Zahlungs- Abwicklungssysteme, welche nicht vereinheitlicht sind. Somit ist eine Überweisung erst mal nicht ganz so trivial (in den USA wird auch im Jahr 2016 noch relativ viel mit Schecks bezahlt!) und kann mit erheblichen Gebühren und versteckten Kosten verbunden sein. Dies ließ mich nach günstigeren Alternativen suchen.

Wir Europäer können spätestens seit der Einführung des SEPA-Zahlungs­verkehrs­raums (SEPA steht für Single Euro Payment Area und ist der Hauptgrund für die europaweit einheitliche IBAN/BIC Einführung) Überweisungen von einem Euroland in ein anderes kostenfrei und schnell erledigen, i.d.R. genau so schnell wie Inlandsüberweisungen, zum Teil am selben Tag ausgeführt und gutgeschrieben.

Dass eine Überweisung aus den USA nach Europa ein paar Dollar gekostet hätte, wäre für mich noch völlig in Ordnung gewesen. Was für mich absolut inakzeptabel war und ich als reinen Wucher empfand, war die Tatsache, dass mein Depotanbieter für den Währungstausch (USD in EUR) sage und schreibe 2,5% der Transaktionssumme verlangt hätte!

Hätten Sie 1.000 Euro an Gebühren in Kauf genommen?

Das wären bei meiner Transaktion bereits über 1.000 Euro nur für den Währungstausch gewesen.

Hinzugekommen wäre sicherlich noch ein nicht-vorteilhafter Umrechnungskurs, der nicht notwendigerweise der Interbanken-Umrechnungskurs ist, den man bei Yahoo (https://de.finance.yahoo.com/waehrungen/waehrungsrechner/) oder bei XE (https://www.xe.com) angezeigt bekommt. Das vergessen viele bei einer Auslandsüberweisung außerhalb des eigenen Währungsraums.

Das war für mich völlig inakzeptabel und somit habe ich also nach einer legalen und sicheren (!) Alternative gesucht, folgende verschiedene Gebühren umgehen zu können:

  • Auslandsüberweisungsgebühr
  • Währungstauschgebühr bzw. Minimierung dieser
  • weitere versteckte Kosten durch einen unvorteilhaften Umrechnungskurs (und eben nicht der Interbankenkurs) der ausführenden Bank.

TransferWise und CurrencyFair

Dabei bin ich nach einiger Recherche auf Transferwise und CurrencyFair gestoßen. Über Transferwise wurde ja bereits geschrieben, siehe Günstige Auslandsüberweisungen via TransferWise.

Currency Fair

Dieser Slogan von CurrencyFair trifft doch ins Schwarze, oder?

CurrencyFair verfolgt ein ganz ähnliches Konzept wie Transferwise, hat allerdings aus meiner Sicht noch einige weitere Vorteile:

  • günstiger bei größeren Summen, da Währungstauschgebühr lediglich bei 0,35% statt 0,5% wie bei Transferwise, allerdings zzgl. 3 EUR Überweisungsgebühr, welche bei Transferwise nicht anfällt
    (nach einer kleinen Rechenübung findet man also heraus, dass sich CurrencyFair ab einem Betrag äquivalent zu >= 2000 EUR lohnt)

  • zwei Möglichkeiten, sein Geld zu tauschen

    • Via QuickTrade: sofortiger Währungstausch bei 0,35% zzgl. 3 EUR
    • Via MarketPlace: man kann seinen eigenen Wechselkurs festlegen und kann unter Umständen die Interbankenrate noch übertreffen
      CurrencyFair nennt dies “peer-to-peer” bzw. “money matching system”.
      Dieses Verfahren dauert allerdings länger, da auf entsprechende Peers gewartete werden muss, die zu jener Rate ebenfalls wechseln wollen und eine Ausführung der Transaktion ist nicht garantiert. Positiv ist auf jeden Fall, dass hier die Währungstauschgebühr auf minimale 0,15% fällt, also nochmal wesentlich günstiger ist.
    • CurrencyFair Auswahl

  • Man hat die Möglichkeit, sein Geld zu parken, also den Währungstausch nicht sofort ausführen zu müssen. Was bedeutet das?

    Bei Transferwise wird ein Überweisungsauftrag sofort ausgeführt, wenn das Geld eingegangen ist. Das kann man bei CurrencyFair ebenfalls, hat aber eben die Möglichkeit, das Geld erstmal auf sein CurrencyFair-Konto eingehen zu lassen, um es dann ggf. zu einem späteren Zeitpunkt oder ggf. auch gesplittet weiter zu überweisen.

    CurrencyFair hat also „Kontocharakter“!

TransferWise für kleinere, CurrencyFair für größere Summen!

Ich nutze sowohl Transferwise als auch CurrencyFair, allerdings ist CurrencyFair bei größeren Summen und insbesondere bei Überweisungen aus den USA in den Euroraum (oder in jeden anderen Währung) vorteilhaft.

Wie bin ich nun konkret vorgegangen?

  1. Ich habe ein CurrencyFair-Konto eröffnet. Benutze für die Eröffnung deines Kontos am besten folgenden Link: https://www.currencyfair.com/?channel=RIPJ21
    Warum über diesen Referenzcode lesen Sie weiter unten.

  2. Zuerst habe ich folgende Kontodaten bei CurrencyFair hinterlegt:

    • Mein DKB-Konto zum Empfang des Geldes
    • Das US-amerikanische Konto (in meinem Fall von meinem Depot-Anbieter Etrade) mit der ABA-Routing Nummer
  3. Einen „Geldempfangshinweis“ erstellt, so dass CurrencyFair meinen ein­gehenden Betrag erwartet und ihn entsprechend meinem Konto zuordnen kann.

    Geld zu CurrencyFair senden

  4. Von meinem US-Depot aus habe ich nun eine Inlandsüberweisung in Auftrag gegeben, also eine Überweisung in USD auf ein USD-Konto von CurrencyFair.

  5. Als das Geld bei CurrencyFair eingegangen ist, konnte ich es über die Sofort-Funktion “Quicktrade” in Euro tauschen und auf mein DKB-Konto weiterüberweisen lassen.

Screenshot: Geldein- und Geldausgang CurrencyFair

Screenshot: Geldein- und Geldausgang CurrencyFair

Einen Tag später ging die Überweisung auf meinem DKB-Konto ein:

Screenshot: Geldeingang auf meinem DKB-Girokonto

Screenshot: Geldeingang auf meinem DKB-Girokonto

Wieso habe ich dieses ganze Prozedere überhaupt gebraucht?

Bei mir ist es so, dass ich über meinen Arbeitgeber (ein amerikanisches Unternehmen) Anrecht auf vergünstigte Mitarbeiteraktien habe. Jeden Monat wird ein Teil meines Gehalts einbehalten (das ist freiwillig, aber sehr attraktiv), so dass ich mit diesem Guthaben dann zu vordefinierten Zeitpunkten vergünstigt Aktien meines Arbeitgebers erwerben kann.

Allerdings werden diese Aktien in einem amerikanischen Depot (etrade.com) verwaltet. Zwar ist das US-Depot für mich gänzlich kostenlos, doch war ich vor kurzem erst mal mit dem Problem konfrontiert, den Erlös (nach Verkauf meiner Aktien) wieder nach Deutschland zu überführen.

Da ich bereits mehrere Jahre mit 15% meines Einkommens an dem Mitarbeiteraktienprogramm teilgenommen hatte, kam durchaus ein stattliches Sümmchen zusammen.

Ist das ganze sicher? Kann man CurrencyFair vertrauen?

CurrencyFair ist ein irisches Unternehmen und unterliegt der irischen Finanzaufsicht. Somit ist CurrencyFair nicht nur ein europäisches Unternehmen, sondern eines, welches sowohl in der EU, als auch im Euroraum liegt.

Über CurrencyFair wurde bereits im “The Economist”, in der “BBC”, in der “Financial Times” und weiteren reputablen Wochenzeitschriften und Zeitungen geschrieben.

Desweiteren gibt das Unternehmen an, dass Gelder in separaten Konten getrennt verwaltet werden und somit nicht “verschwinden” können. Nichts desto trotz muss man sich bewusst sein, dass obgleich es von der irischen Finanzaufsicht kontrolliert ist, eben keine Bank im herkömmlichen Sinne ist und somit die Einlagensicherung gegebenenfalls nicht greift.

Für mein persönliches Risikoprofil war das ausreichend, alles ging einwandfrei und ich habe mit diesem Verfahren letzten Endes eine stattliche vierstellige Summe gespart!

Persönliche Anmerkung:

Ich empfehle Ihnen, über meinen Referenzcode bei CurrencyFair zu registrieren. Dadurch bekommen Sie (und auch ich) nach der ersten Transaktion für die Referenz jeweils 15 EUR Guthaben gutgeschrieben und die darauffolgende Transaktion wird sogar komplett gratis sein. https://www.currencyfair.com/?channel=RIPJ21

Wir haben also beide etwas davon 🙂

Hinweis: Als US resident können Sie gegenwärtig CurrencyFair nicht nutzen!

Über den Autor

Jan ist Deutscher und lebt in der Schweiz. Sein Arbeitgeber ist eine US-Firma. So reist er viel geschäftlich, aber auch privat.

Daraus ergibt sich, dass der oft Geld tauschen muss oder in anderen Währungen bezahlt (CHF, EUR, GBP und USD).

Jan interessiert sich für Finanzen und die finanzielle Unabhängigkeit. Außerdem verschenkt er ungern sein erwirtschaftetes Geld an Banken. 😉

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5 Kommentare zu “Mit CurrencyFair günstig Geld aus den USA nach Deutschland überweisen”

  1. Ralph sagt:

    Hallo Jan,
    Ich habe auch Aktien bei etrade und stehe vor der Herausforderung meine Aktien kostengünstig zu transferieren. Ich hatte zunächst Transferwise un Payoneer im Auge. Bei Tranferwise war jedoch das Problem, dass ich bei etrade auf Grund von Geldwäschegesetzen ein Konto auf meinen Namen zur Auszahlung angeben muss. Bei Payoneer hat man dieses Problem nicht, da man ein virtuelles Konto erhält, was auf den eigenen Namen läuft. Leider bin ich mir bei Pioneer nicht ganz sicher, wie ich das Geld von dort ohne hohe Gebühren auf mein Hauptkonto bekomme. Als ALternative habe ich mir dank eines Tips im deutscheskonto.org Portal ein Konto bei der comdirect mit Fremdwährungskonto angelegt. Dadurch hat man unweigerlich einen zusätzlichen Girokonto-Eintrag bei der Schufa, was sich evtl. negativ auf den Score auswirken kann. CurrencyFair wäre hier eine super Alternative, weswegen ich mich bereits über den Empfehlungs-Link angemeldet habe. Es sieht aber so aus, als ob man bei CurrencyFair ein zentrales Konto mit „Beneficiary: CURRENCYFAIR LIMITED client account“ als Zahlungsziel verwenden muss und die Zuordnung des Accounts nur wie bei Transferwise auch über die Angabe einer Referenz erfolgt. Wie hast du es geschafft, bei etrade die Zahlung an ein Konto zu Veranlassen, das nicht auf deinen Namen läuft? Sind die Auflagen bei USD Inlandsüberweisungen anders?
    Mir ist noch aufgefallen, dass beim Anlegen des „Geldempfanghinweis“ folgendes angezeigt wird: „Please be aware that there is a receiving bank fee of €6.35 or equivalent when sending USD/CAD to CurrencyFair.“ Diese Kosten müssten ggf. noch beim Vergleich zu Transferwise berücksichtigt werden.

    • Jan B. sagt:

      Hi Ralph,
      deine Annahme ist korrekt. Wenn du von etrade nach CurrencyFair überweist, ist das innerhalb des USD-Zahlungsraums und somit brauchst du dich um die Geldwäscheanforderung nicht zu kümmern. Auch die Beneficiary-Referenz: „CURRENCYFAIR LIMITED client account Referenz“ ist korrekt.
      Nachdem du bereits einen CurrencyFair Account eröffnet hast, gehe nun wie folgt vor (auf Englisch):

      Technique:

      1) Add E*Trade Bank to the ‘My Bank Details’ area on CurrencyFair you will need:

      a) Your E*Trade account number
      b) E*Trades ABA number for this – see here: (http://check-routing-numbers.com/e*trade-securities/)

      2) Create a wire instruction on your E*Trade account to the CurrencyFair USD account (See tips below on how to do this).
      3) Sell stock.
      4) Transfer funds in USD to CurrencyFair USD account using wire instruction created above.
      5) Create a ‘Send In’ transaction on your CurrencyFair account for the amount – so that CurrencyFair is expecting it.
      6) Wait for transfer to complete (can take 3 – 5 days)
      7) Log on to your CurrencyFair account
      8) Convert funds to currency of your choice (EUR, CHF, GBP, etc)
      9) Transfer proceeds into your personal bank current account.

      Setting up your wire instruction:

      The best way to do this is to go to CurrencyFair and create a ‘temporary’ deposit in – just so that you can get all the correct account details that you need. These are also provided in the bank account area of the CurrencyFair site but it is easier to do this with a temporary deposit. Here is how you do it:

      1) Click the ‘send in’ button on the CurrencyFair website.
      2) Select ‘send in only’ and enter ‘1000’ and ‘USD’ in the field that appears.
      3) Click continue
      4) When it asks you to select bank account – select the E*Trade bank that you created in ‘Technique’ above.
      5) Click continue
      6) It will now show you a screen that provides all of the details that you need to create your wire instruction. Create a copy of this page for future reference.
      7) Note that the Beneficiary is “CurrencyFair Limited client account” you need to enter this on your wire instruction.
      8) Take this information and enter it in the Wire Instructions Setup page on the E*Trade site (see screenshots below for further detail):
      8a) the name should be “CurrencyFair Limited client account” and you also need to
      8a) put in the Swift Code and the IBAN number
      8c) note that you will need to click “Verify Bank’s Name” so that the new IBAN field appears
      8d) finally copy the payment reference and the account number over into the Additional Name field.
      9) Save the wire instruction.
      10) Finally go back to the CurrencyFair website – click on “Transaction Overview” and you will see the deposit that you created in steps 1 to 6 above.

      11) Click the delete button to remove this from your list of transactions.

      12) Now that you have set up your wire instruction you shouldn’t have to do it again.

      Und ja, du hast recht, die €6,35 hätten noch erwähnt werden müssen. Das kam bei CurrencyFair allerdings erst vor Kurzem dazu. Dennoch ist diese Gebühr vernachlässigbar, wenn der Betrag entsprechend groß ist.

      Gruß
      Jan

      • Axel sagt:

        Ganz so funktioniert das nicht mehr. In etrade geht nur noch wire Transfer. Das kostet 25Usd. Currencyfair bietet nur eine irische Bank Verbindung an, daher ist das eine internationale Überweisung und Bedingungen nach dem Geldwäsche Gesetz treffen da mit Sicherheit zu. Bei etrad e wird die Überweisung nur elektronisch angenommen wenn der Account holder der gleiche ist. Sonst muss man ein Formular ausfüllen und mit Pass Kopie hinschicken. Die 2.5% Transaktionskosten Gebühr fällt nicht an, wenn die Währung USD ist. Empfang des Geldes in Deutschland kostet wohl 20 Euro bei consors wenn es nicht SEPA ist.

        USD empfangen geht mit den meisten dt. Banken auch z.b. consors oder comdirect währungskonto in Usd. Letzteres hab ich noch nicht probiert. Bei consors kostet der transfer von usd nach giro eine Überweisung 20euro plus 0,003 Marge … was das auch immer ist 0,3 ct oder %. Comdirect kassiert glaub ich 1%.
        Die deutschen Gebühren lassen sich mit currencyfair wohl verringern.

  2. Jan B. sagt:

    Ralph, eins noch, meine Angaben sind ohne Gewähr. Dennoch hier ein Disclaimer: Ich habe diese Anleitung nach bestem Wissen hier gepostet und bei mir hat sie bestens funktioniert. Dennoch kann ich für dich und andere keine Garantien übernehmen. Jeder ist für seine Finanzen selbst verantwortlich.

  3. Philip sagt:

    Hallo zusammen

    In den letzten drei Jahren habe ich als Expat in Suedafrika gelebt und gearbeitet. Im September bin in die USA ausgewandert. Nun wollte ich die verbleibenden ZAR von meinem suedafrikanischem Bankkonto direkt auf mein US amerikanisches Konto in USD ueberweisen.
    transferwise unterstuetzt leider keine ZAR, aber ueber diesen Artikel habe ich gesehen, dass currencyfair ZAR anbietet.

    Leider unterstuetzt currencyfair ihren Service nicht, wenn man in den USA lebt (siehe Kommentar):
    Sorry, we do not support accounts (at this time) for people living in the United States. If you are American, but living in a different country please choose your country of residence to proceed.

    Ich werde es jetzt ueber worldfirst.com durchfuehren

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